Übersicht: Was Störche (nicht) gefährdet ...
(Die Überschneidung von Informationen nehme ich ganz bewußt vor, nicht zuletzt deshalb, weil eine trennscharfe Zuordnung allein schon wegen der interdependenten Wirkung der einzelnen Faktoren untereinander
nicht sinnvoll ist und vor allem auch praxisfern wäre! Auch ist Redundanz bei gezielter Informationserarbeitung bisweilen methodisch sinnvoll und angemessen.)
Bild links: Hier sind sie weitgehend in ungefährdeter Höhe ... (Und alle haben sich auf dem Kran die ganze Saison "vertragen"!)
Bild rechts: Storch verläßt sein Nest zunächst im Gleitflug (also "nach unten"; hier beim Abflug glücklicherweise keine ihn gefährdenden Elemente)
Intensivierte Landwirtschaft verhindert daß Störche Lebensraum und Nahrungsmöglichkeiten vorfinden. Störche brauchen Feuchtgebiete, Tümpel, Teiche und abgemähte Wiesen zur Futtersuche. Ein Altstorch sucht innerhalb eines Radius von 2 bis 7 Kilometer das Futter für die Nachkommen und sich. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, dann läßt er sich in einer solchen Gegend nicht nieder. Verhängnisvoll für Störche ist die Anwendung von Schädlingsvertilgungsmittel; sie vergiften die für Störche geeignete Nahrung und letzten Endes verschwinden die Insekten etc. gänzlich. Gefährlich sind für Störche vor allem auch Rapsfelder, denn landet ein Storch im Rapsfeld, kann er sich wegen der Verstrüppung der Rapspflanzen nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Kann er unter der Voraussetzung, bei der Landung nicht einschlägig verletzt worden zu sein, beispielsweise sogar aus einem Maisfeld noch herausschreiten, ist ihm das bei einem Rapsfeld nicht möglich.(so zumindest eine Auskunft eines Experten eines Storchenhofes; ich selbst bin diesbezüglich bislang nicht fündig geworden, fand jedoch Information über erhebliche Verletzungsgefahren bei Beutejagd durch Raubvögel durch die nach Aberntung von Rapsfeldern stehengebliebenen längeren Stoppeln.)
Aber auch durch Pflanzenschutzmittel kontaminierte Nahrung sind Störche sehr gefährdet. Ein Beispiel aus Harpenfeld (geschehen im Jahr 2011): Kurz hintereinander starben alle drei Jungstörche in einem Nest; man vermutete, daß Verfütterung kontaminierter Mäuse, Regenwürmer oder Käfer dafür ursächlich waren oder aber auch Giftköder, die für Krähen oder andere Tiere ausgelegt worden waren, von den Altstörchen irrtümlich verfüttert wurden.
Lebensraumverlust: Viele Gefährdungsursachen sind in den Brutgebieten der Störche zu finden. In Deutschland und anderen Teilen Mittel- und Westeuropas ist das landwirtschaftlich genutzte Grünland heute der typische Lebensraum der letzten Weißstörche. Seit einigen Jahrzehnten hat eine intensive Landwirtschaft allerdings unsere Kulturlandschaften nachhaltig beeinflusst: Ehemals feuchtes Grünland wurde entwässert und für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet.
Viele Storchenexperten verweisen darauf, daß die Lebensräume für die Weißstörche immer schlechter werden, vor allem bedingt durch den zunehmenden Anbau von Raps, Mais, Rübsen, etc. -- vor allem die unbedachte, weil eine Gesamtbilanz nicht beachtende, gesetzliche Verordnung von Biospritkonsum wirkt da ursächlich. Die heimkehrenden Störche finden ob des Nutzpflanzen-Booms viel zu wenig oder gar keine Nahrung mehr: feuchte Böden (aus denen Störche beispielsweise Regenwürmer ziehen könnten) fallen als Futterquelle zunehmend weg, Wühl- und Feldmäuse sind nicht hinreichend zu finden, Insekten fehlen. Durch den immensen Verbrauch und die weitgehend kontraproduktive (oft auch mehr als überflüssige!) Versiegelung der Landschaft werden eben Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstört -- dies alles auch mit den genannten Folgen für den Weißstorch. Seine Nahrungstiere verschwinden einfach. Natürlich hat daran auch der intensive, zielgerichtete Einsatz von Pestiziden einen unrühmlichen Anteil. Auch einförmige Wiesen und Weiden statt früherer vielfältiger Pflanzengesellschaft tragen ebenfalls zu den Verlusten bei.
Monokulturen sind für den Storch zur Futtersuche einfach ungeeignet. Bei Raps- und Maisfeldern kommt noch erschwerend hinzu, daß sie ungern hoch bewachsene Flächen begehen, weil ihnen dort der Überblick hinsichtlich Gefahrenmomente fehlt (z.B. können sich Füchse dort gut verstecken und auf Beute lauern).
Eine vielleicht augenscheinliche Bestandserholung des Weißstorches hierzulande kann laut NABU "nicht als Zeichen für eine dauerhafte Trendumkehr gewendet werden." In vielen Regionen reiche der Bruterfolg nicht aus, um natürliche Verluste auszugleichen (besonders schlimm war es ja 2013 wieder, wo die allermeisten Jungstörche wegen der schlechten Witterung sterben mußten!). Zahlreiche Gefahren machten also dem Weißstorch "das Leben schwer" und der Bestandsanstieg resultiere "vor allem aus einem Zuzug von Störchen aus Regionen mit besseren Lebensbedingungen und höherem Bruterfolg."
Und es kann uns überhaupt nicht gleichgültig sein, wie es den Störchen und ihren Lebensräumen ergeht! Als Weitstreckenzieher haben sie eine biologische Qualität, die vor allem ihn unter anderm auch ihn auch als sich vielseitig ernährender Beutegreifer ausweist. Störche liefern uns eine unverzichtbare Rückkoppelung, wie es um die Qualität unserer Lebensräume, wie es um unseren Naturschutz bestellt ist. Das ist sicherlich nicht der einzige Grund (aber ein extrem wichtiger), warum die Prämisse allen ökologischen Denkens lauten muß: Der Storch darf uns nicht verloren gehen! Und das Ziel läßt durch Flächenschutz und Gefahrenminderung als notwendige Bedingung erreichen; ob die Erfüllung jener beiden Bedingungen dann auch schon hinreichende wären, bliebe abzuwarten ...
Störung ihres Reviers mögen Storche überhaupt nicht. Sie achten sorgsam auf einen Sicherheitsabstand (in der Regel mindestens 200 Meter), den sie allerdings dann auch schon mal unterschreiten lassen, wenn ihnen die "Ungefährlichkeit" des Eindringenden bewußt ist. Das sollten auch jene beachten, die gerne den Tieren "näher" sein wollten, die sie gerne "näher" abbilden möchten; merke: "weiter" ist oft "näher" ... Dieses "Revier" kann allerdings auch durch Artgenossen bisweilen gestört werden, zum Beispiel wenn sie das Nest für sich beanspruchen, wenn sie bei knappen Nahrungsangebot ins jeweilige Terrain eindringen, manchmal auch bei Eifersuchtshandlungen. Sind Nester zu dicht, kann es durchaus auch schon mal vorkommen, daß ein Storch dem anderen Nistmaterial klaut, wenn der / die Nestbesitzer unterwegs war(en). (Holländer nennen übrigens den Storch in der Alltagssprache auch "Takkendief" --Zweigeklauer ...) Aber der Storch kann natürlich auch durcch andere Eindringlinge wie Raubvögel (Gefahr für Junge und das Gelege), Fuchs (in Feld und Flur) und Marder, auch durch freilaufende Hunde gestört werden bzw. in Gefahr geraten.
Für Storchenbeobachter ist besondere Rücksichtnahme geboten, wenn Störche noch keine feste Paar- und / oder Horstbindung vorgenommen haben; zeigen Störche durch aufgeregtes Abwehrklappern (durch das freudige Begrüßungsklappern bei Ankunft des Partners situativ dann leicht zu unterscheiden!) oder durch ihre drohend ausgespreitzten Flügel, daß sie die Anwesenheit als Bedrohung empfinden, sollte man sich unverzüglich in einen für die Störche als sicher empfundenen Abstand zurückziehen! Besonders aber auch, wenn Störche mit der "Brutpflege begonnen haben bzw. beginnen, wozu bereits auch der Nestbau gehört!!!
Haltet eine entsprechende Entfernung beim Beobachten der Tiere ein und durchdringt keinesfalls deren 'Sicherheitsdistanzsphäre'! Daß es Leute gibt, die wegen einer Nahaufnahme direkt ans Storchennest sich hieven, dies mit der Folge, daß -- wie unlängst geschehen -- die Jungstörche hilflos aus dem Nest flüchten (anstatt wie bei gefühlter, sich nähernder Gefahr "nur" in Akinese / Akinesie zu verfallen -- dies aber auch ein Zeichen von extremer Stressbelastung!), zeugt schon von einer sehr bedenklichen Mischung von Egozentrik und Dummheit als auch von allem anderen als Respekt vor der Natur und dem Storchenleben!
Ebenso sollte -- ebenfalls leider nicht von mir erfunden -- eine Demonstration von Feuerwehrgerät nicht dazu führen, daß Schulkinder mit dem Korb hochgefahren werden, um in ein Storchennest (zur Zeit der Brutpflege!) blicken zu können, auch wenn ein "Abstand von 20 Metern zum Nest" eingehalten wird -- auch dieser "Abstand" ist zu gering und beeinträchtigt die Tiere beim Sparen nötiger Kraft und in ihrem Bedürfnis nach Sicherheit!
Straßenverkehr (Kollisionen) ist dadurch sehr gefährlich für Störche, weil sie sehr schwerfällig abheben und wenn sie "nur" von einer Nahrungsfläche auf eine jenseits der Straße gelegene gelangen möchten auch nicht an Höhe gewinnen. Deshalb ist es schon häufig zu Kollisionen mit Kraftfahrzeugen und auch Zügen gekommen, in der Regel mit Todesfolge für den Storch. Manchmal schreiten Störche auch einfach nur über die Straße, wie ich aus eigenen Beobachtungen schon erfahren konnte.
In Erinnerung an einen der lieben Jungstörche, Jahrgang 2013, von Muhr am See: Er verlor -- wie oben bereits geschrieben -- bereits bei seinen ersten Flugversuchen als flügger Jungstorch sein Leben am 7. August 2013 bei Merkendorf in einer Kollision mit einem Fahrzeug; ein viel, viel zu kurzes Storchenleben -- wie so viele ... Oder die traurige Gewißheit über den Tod des Senderstorches Toni; am 15. Mai 2013 wurden die Überreste des Vogels mit seinem Ring westlich des Ortes Hausen, nahe der Bahnlinie Mindelheim-Günzburg, von einem Mitglied des LBV Bayern gefunden; der Tod aller Wahrscheinlichkeit nach durch Kollision mit einem Zug verursacht. (Meldung aus Datenerfassung über den Storch Toni: "Die letzten Sensordaten erhielten wir vom 8. Mai. Bis um 13:17 Uhr war der Vogel demzufolge auf jeden Fall noch aktiv. Die darauf folgenden fünf Aktivitätsdaten von 19:45 Uhr bis 21:28 Uhr weisen darauf hin, dass der Vogel sich nicht mehr bewegte.") Die ursprüngliche Hoffnung, es könnte sich nur um ein Versagen des Senders handeln (grundsätzlich durchaus eine in Erwägung zu ziehende Überlegung!), bestätigte sich aber leider nicht.
Der traurigen Beispiele über verunfallte Störche gäbe es (leider!) viel zu viele...
Stromtod ist trotz gesetzlicher Vorgaben leider immer noch eine häufige Todesursache oder Grund für schwerste Verletzungen für Störche. Und dies gilt nicht nur für andere Länder, da besonders auf ihrem Zug in und von Süden zurück zu uns sehr viele Töde den Stromtod erleiden. Elektrische Freileitungen, für den Menschen vielleicht "nur" ein ästhetisches Ärgernis (wobei ich -- fast für mich fast nicht zu glauben -- von einem Diplomingenieur für Elektrotechnik schon mal in eine für ihn ernsthafte Diskussion über die "Ästhetik von Freileitungen, ein Vergleich zwischen deutscher und französischer Leitungsführung" hineingezogen wurde ...; er war ganz begeistert von der "deutschen Mastenschönheit".), für die Tiere ist es eine oft erhebliche Beeinträchtigung des Lebensraumes oder gar eine tödliche Falle. Zahlen weisen aus, daß mit annähernd 70 % der Stromtod unter allen Fällen an erster Stelle steht; besonders häufig trifft es Jungstörche, nicht selten bereits während der ersten Übungsflüge in Horstnähe. Die gesetzlichen Vorschriften in Deutschland, die zum Schutz der Großvögel vor Stromschlag erlassen worden sind (vgl. z.B.§ 53 BNatSchG vom 04.04.2002), werden bzw. wurden von einigen Elektrizitätsversorgern adäquat umgesetzt, von anderen jedoch durch eigenwillige Auslegung der eigentlich eindeutigen gesetzlichen Vorgabe jedoch unterlaufen. (Bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben spielt der Kostenfaktor sicherlich auch eine Rolle; im Übrigen wurde die Bundesbahn merkwürdigerweise von den Auflagen explizit ausgenommen ...)
Um die Vögel zu warnen, werden an den Leitungen auch sogenannte Markierungen angebracht; diese sind jedoch nur einigermaßen wirksam, wenn diese und die Stromdrähte sich aus der Sicht des anfliegenden Storches gegen den Himmel abheben; beim Landeanflug aus großer Höhe heben sich die Drähte und Markierungen nur schwach gegen den Erdboden ab, der anfliegende Storch erkennt sie nicht und stirbt einen qualvollen Tod. Eine sichere, wenn auch teuere Lösung, wären Erdleitungen ...
Um nur ein Beispiel zu nennen: Im März 2014 verunfallte ein zweijähriger Storch in Markdorf-Riedheim an einem Doppelabspannmast tödlich. Dies mußte offensichtlich erst geschehen, daß das dort für die Stormversorgung zuständige Unternehmen einschlägig tätig wurde und auf Druck Dritter mit Isolationsarbeiten begann. Die Gesetzeslage wäre eigentlich längst schon klar, aber wie schon von mir erwähnt: es fehlt an entsprechenden Sanktionsvorgaben bei Nichterfüllung.
Diese Tage (frühmorgens am 27. Juli 2014) wurde ein toter Jungstorch (DER AH 293) nahe Hammelburg unter einem Strommast aufgefunden. Es hieß, es konnte nicht "zweifelsfrei" geklärt werden, ob er "wirklich durch einen Stromschlag gestorben" sei. Davon abgesehen, daß -- natürlich mit entsprechendem Kostenaufwand -- eine derartige Klärung sehr wohl "zweifelsfrei" möglich wäre, würde es schon genügen, zu prüfen, ob die jeweiligen Bestimmungen zur Verhinderung von Stromtod (bei Großvögel) überhaupt eingehalten worden sind bzw. -- falls vorhanden -- wie effizient sie überhaupt sein können. In diesem Zusammenhang wird immer noch die extrem große Gefahr des Todes von Großvögeln durch Kriechstrom -- durch Isolatorenkontakt! an Abspannmasten u.a.m. -- weitestgehend ignoriert. Bei Todesfolge ausgelöst durch Kriechstrom findet man natürlich auch keine Verbrennungsmerkmale am Körper, sondern die Störche sterben an schweren inneren Verletzungen, was zu der völlig falschen Schlußfolgerung bei entsprechend unkritischen Personen führt, es könne sich auf keinen Fall um "Stromtod" handeln, also die Verantwortung der Elektrizitätsunternehmen geleugnet wird. Nochmals: Nicht jeder Storchentod, der durch "Strom" verursacht wird, weist eindeutige Verbrennungsmerkmale auf ...
--- Dieser Tod von Jungstorch DER AH 293 (nun wohl nur mehr eine weitere statistische Größe bei den Archivierungseifrigen) wieder nur ein Beispiel mehr für unzählig viele Todesfälle von Großvögeln in der Nähe von Stromleitungen und Windrädern. Vor allem ein trauriges Beispiel!
Am 12. August 2014 meldet die Kronen Zeitung, daß 6 (!!!) Störche in Gratwein (Österreich, Steiermark) den Stromtod erlitten haben -- drei Jungstörche und drei Altstörche. Zunächst war vom dort zuständigen Energieversorger ein Stromtod ausgeschlossen worden: "zu 100 % auszuschließen"; Obduktionen brachten dann zweifelsfrei das Ergebnis: Stromtod. Nun will man sich beratschlagen, wie man solche Tode in Zukunft vermeiden kann. Es muß wohl immer zuerst etwas passieren ... Aber auch bei uns -- ich wiederhole mich bewußt -- ist trotz gesetzlicher Vorgaben (die allerdings im Falle der Zuwiderhandlung keine Sanktionen vorsehen, also eine annähernd papiertiegerhafte Funktion haben ...) die Stromgefahr für Störche in weiten Teilen noch nicht bzw. nicht angemessen beseitigt.
Gefahren auf der weiten Flugreise: Entlang der östlichen ("Ostzieher") und westlichen ("Westzieher") Flugrouten lauern ebenfalls zahlreiche Gefahren (siehe auch: Intensiverung der Landwirtschaft, Stromtod, etc.).
In manchen Ländern wird aus purer Schießwütigkeit Jagd auf die Störche gemacht (der Libanon soll sich da unter anderem besonders tierfeindlich verhalten, aber auch in einigen südeuropäischen Ländern gibt es erhebliche Vestöße gegen den Vogelschutz!), auch werden Störche in einigen Ländern als Nahrungsobjekt gejagt. (Man sollte diese Information nicht nur mit dem deutschen Zeigefinger bwerten, sondern zugleich sich vor Augen halten, daß auch hierzulande, zugegeben in viel geringerem Ausmaß aber immerhin!, auf Störche geschossen wurde und wird ...)
In Untersuchungen wird eine Zahl von 3% bis 5% als Häufigkeit, mit der Störche Opfer durch menschliche Verfolgung werden, genannt. Dramatisch ist auch die Auswirkung giftiger Chemikalien; so werden vor allem in Afrika Pflanzenschutzmittel, die bei uns längst verboten sind (Beispiel: DDT), eingesetzt und die bei ihrer Nahrungsauswahl wenig wählerischen Störche fressen dann die vergifteten Tiere wie beispielsweise Wanderheuschrecken. Zunehmend bleibt jedoch auch das Nahrungsangebot für die Störche in großen Teilen Afrikas gänzlich aus.
Aber auch Dürreperioden in den Überwinterungsgebieten bedrohen das Leben der Weißstörche, die dann kaum Nahrung und Wasser zur Sicherung ihres Überlebens finden. Darüber hinaus führen schlechte Bedingungen in den Winterquartieren oft dazu, daß der Rückflug der (geschwächten und schlecht erholten) Störche in die Brutgebiete verspätet erfolgt -- dies dann mit dem Ergebnis eines schlechteren oder gar gänzlich ausbleibenden Bruterfolges.
Aber auch in südlichen Ländern bleiben Behörden bei illegalem Vogelmord nicht immer untätig. Ein Beispiel hierfür: Bei Zurrieq (Malta) hat die dortige Polizei einen Jäger mit einem frisch geschossenen Storch und Waffe gestellt. Der Jäger bekam eine Geldstrafe in Höhe von 9000 Euro und zwei Jahre Haft ohne Bewährung (Vorfall aus dem Jahr 2011). Ein anderer Jäger, der auf fliegende Störche schoß, erhielt dort eine Haftstrafe von einem Jahr, ebenfalls ohne Bewährung, sowie zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Eur. Bei beiden Jägern wurde der Jagdschein auf Lebenszeit eingezogen. Ich schreibe dies, um zu zeigen, daß es sehr wohl sinnvoll ist, sich auch an die Behörden in Ländern zu wenden, wo die Moral hinsichtlich Umgang mit Zugvögeln noch nicht so ausgeprägt und sensibel ist ... Man kann durchaus davon ausgehen, daß über internationale Gremien auf diesem Gebiet mehr Bewegung entstehen kann; gleichwohl dürfte (vorerst noch) gelten: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Windräder: Die Anzahl der Großvögel (Störche, Kraniche, Adler und andere Greifvögel), die an und durch Windkraftrotoren verunglücken steigt. Segelnde Arten (also besonders Störche) werden immer häufiger davon betroffen; sie werden entweder getötet, schwer verletzt und verenden als Folge davon elendiglich oder sie verletzen sich so, daß sie nicht mehr allein in freier Wildbahn lebensfähig sind (Teile des Schnabels abgetrennt, ganzer Schnabel abgetrennt, partielle Flügelverletzungen, etc.). Entsprechend der jeweiligen Windstärke zerschneiden die Enden der Rotorblätter mit bis über 200 Km/h. Die Rotorblätter zerschneiden sogar die ansonsten sehr strapzierfähige Sehne in den Storchenbeinen, die ansonsten z.B. bei einem Bruch meistens intakt bleibt. Die zunehmende Verbauung von Landschaften mit Windkraftanlagen gefährden zweifelsohne -- bei entsprechender Rücksichtslosigkeit hinsichtlich Ortswahl der Windkraftanlagen! -- die jeweiligen Flugrouten von Störchen, seien es die der Nahrungssuche, seien es die Zugwege in südliche Richtung beim Verlassen der Brutheimat in Richtung Überwinterungsquartiere. Und bei diesen Kollisionen kann man nicht von einer "natürlichen Auslese" sprechen (was vielfach geschieht und an Zynismus kaum zu überbieten ist!), sondern es handelt sich ausschließlich um zivilisatorische Aktivitäten, die zu Lasten der Störche geht. Nun wird versucht mit statistischer Erfassung von Opferzahlen das Problem zu "erklären"; häufig wird dabei dann relativiert, etwa nach der Devise, es gäbe so viele Störche und unter dieser Betrachtung wären die Opfer verschwindend gering, beziehungsweise gemessen an der enormen und wachsenden Anzahl von Windrädern seien die Opferzahlen verschwindend gering. Auch das ist Zynismus! Jedes Opfer ist eines zu viel. Und wenn es schon nicht gelingen kann, die Anzahl der Unfälle gegen Null zu lenken, dann sollte im Vorfeld bei der Planung alles getan werden, damit das Risiko für Großvögel wenigstens ehrlich minimiert wird. Es bedarf keiner Opfer, um zu sehen, daß da etwas geschehen ist oder geschehen könnte (Ja, auf diese banale Aussage läßt sich ein Teil der häufig pharisäerhaft anmutenden Untersuchungen zurückführen!): es genügen bereits die im Vorfeld gewonnenen Daten aus dem Verhalten der Störche in den jeweiligen Gebieten. Wer Energie aus Windkraft will (eben um andere umweltkontraproduktive Gewinnungsmethoden zu ersetzen), der sollte auch konsequentes ökologisches Denken und Handeln in einem Gesamtkontext betreiben und nicht erneut Gewinnmaximierung und einseitige Profitinteressen verfolgen (dürfen)!
Stellvertretend für andere ähnliche oder gleichgeartete Problemfelder möchte ich in diesem Zusammenhang auf mögliche Zielkonflikte hinweisen. Solche ergeben sich vor allem dann, wenn man naturverbunden denkt und handeln möchte, wenn man anderen Lebewesen auf dieser Erde ihre natürlich vorbestimmte Lebensweise nicht einschränken bzw. wenn man sie wenigstens mit der Zielrichtung einer Optimierung unterstützen möchte. Hierzu gehört fraglos dann auch eine Ausrichtung der eigenen Denk- und Verhaltensweise auf eine ökologische Weise.
Windkraft als regenerative Energieerzeugungsmethode hat mittlerweile in der politischen Diskussion, aber auch innerhalb überwiegend ökologisch-geprägter Auseinandersetzung mit Modellen über eine zukünftige Nachhaltigkeit und entsprechenden Gesellschaftsentwürfen einen recht hohen Stellenwert eingeräumt bekommen. Insofern ist es nicht verwunderlich, daß aussagefähige harte Daten über möglichen Probleme, die Windräder für Störche verursachen können, bislang kaum zu finden sind. Stark vereinfacht gesprochen: Eine Dichotomie auf der Basis von "entweder Windrad oder Storch" dürfte in dieser antagonistischen Schärfe kaum auf Verständnis stoßen. Wenn überhaupt, dann -- soweit es die Mehrheit der Bevölkerung betrifft -- dürfte im Zweifelsfall die Entscheidung für die Windräder fallen, denen die Störche eben zu weichen hätten. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, daß es für an der Veränderung der Lebensweise in Richtung ökologische Daseinsform ein Zielkonflikt immer dann vorliegen kann, wenn man gerne beiden Zielen gerecht werden möchte, sich aber -- wegen einer gewissen Unvereinbarkeit beider Ziele mit realisierbarer Praxis -- entscheiden muß; das braucht ja nicht gleich dann ein "entweder das eine oder das andere" sein, es wird schon problematisch, wenn man "nur" abwägend unterschiedlich gewichten muß.
Damit soll nun hier wieder der Storch ins Zentrum gerückt werden -- eine bessere Datenlage (siehe vorstehend) wäre allerdings hilfreich. Aber sie gibt es nun mal (noch) nicht. Verluste werden sich sicherlich nie ganz vermeiden lassen, aber man muß alles tun, um sie so gering wie irgendwie möglich zu halten!
Seit dem Jahr2000 wird im Landesumweltamt Brandenburg eine Fundkartei "Vogelverlust an Windenergieanlagen in Deutschland" geführt. Nach dieser Aufzeichnung sollen 17 Weißstörche (für mich wäre bereits einer zu viel, das sei nicht gerade am Rande erwähnt!) mit Windenergieanlagen kollidiert sein. 116 Vogelarten sind als "Schlagopfer" bekannt geworden, der Weißstorch nimmt den 16. Rang in der Häufigkeit der Funde ein. Die jahreszeitliche Verteilung der Opfer unter den Störchen zeigt auf, daß überwiegend Vögel außerhalb der Brutzeit betroffen waren, also zu Zeiten in denen eine größere Mobilität im Raum vorherrschte. In der Zeit Ende Juli, Anfang August sammeln sich Jungstörche und Nichtbrüter sowie "Übersommerer" zu Trupps, streifen umher, versuchen sich nochmal so richtig satt zu fressen, um dann ab etwa Mitte August in ihre Winterquartiere aufzubrechen. Nun schließt man aus den Daten, daß wegen dieser "Anhäufung" von Störchen und der geringen Flugerfahrung der Jungstörche diese höheren Verluste "keine Überraschung" seien. Soweit die nackten (wenngleich aus relativ dürrer Datenlage erfaßten) Zahlen, soweit vor allem die (so nicht von mir) vorgenommene sachorientierte (also frei von Herzblut) Bewertung. Statistisch ist gegen diese Interpretation sicherlich nichts einzuwenden; mehr Störche in Windradgegend, mehr Unfälle. Ist ja plausibel. Aber eben rein deskriptiv ... (Ebenso nüchtern könnte man freilich auch mit den Verkehrstoten auf unseren Straßen umgehen, was vielerorts sicherlich auch geschieht.)
Natürlich muß man sich schon fragen, wo denn der Artenschutz bleibt, wenn in der Wesermarsch auf von Weißstörchen genutzten Nahrungsflächen, genutzt von etwa 60 Brutpaaren jährlich, ein "Windpark" (allein dieser Euphemismus: "Park"!!!) gebaut wird, jener zudem einen möglichen Flugkorridor auf ihren Fernflügen verbaut, Gefährdungen bei der Nahrungssuche verursacht und damit die Brutaufzucht gefährdet. Wer einmal Bilder von blutigen, verletzten Störchen gesehen hat, wer Bilder gesehen von abgeschlagenen Schnäbel vor Augen hat, wer zerfetzte Storchenkörper sieht -- all das verursacht durch Windräder, der wird wohl kaum sich mit statistischen Größen (selbst wenn sie in Relation gering erscheinen mögen) zufrieden geben können oder beruhigen lassen. Der Zielkonflikt wird immer zugunsten von Profiterwägungen entschieden werden. Stellt man dann in der Zukunft irgendwann einmal vielleicht doch fest, daß Störche ausbleiben, aussterben, daß dieses Fehlen ein sicheres Zeichen einer kaputten Umwelt ist, dann ist es für Heuchelei und Krokodilstränen sicherlich zu spät. Ich schreibe ganz bewußt in diesem Zusammenhang mit Windkraftanlagen sehr drastisch, weil man kann sie bei Vernunft und gutem Willen auch dort bauen, wo das Gefahrenpotential für Störche minimiert werden kann, wo nicht mit lächerlich anmutenden "Mindestabständen". Störche fliegen nun mal nicht mit einem Meterstab durch die Landschaft, sondern orientieren sich an den für sie gewohnten natürlichen Gegebenheiten, vorrangig mit dem Ziel sicherer, erfolgversprechender Nahrungssuche. Ähnliches trifft auf ihre großen Reisen zu. Vor allem noch unerfahrene Jungstörche trifft es besonders hart. Aber auch Altstörche können mit den Rotorblättern nicht so umgehen, wie es sich die Phantasie der Büro- und Technokraten häufig auszumalen vermag -- viele Bilder verunfallter Altstörche zeigen auch dies deutlich ...
Gleichwohl muß ein Weg zu einer zumindest theoretisch fundiertern "Koexistenz" zwischen gewollter (in vielen Fällen mittlerweile ja auch notwendiger) Technik und dem Verhalten von Störchen gefunden werden. Daß man ihnen einen üblichen Flugweg zubaut, daß man ihnen beste beziehungsweise wenigstens einigermaßen geeignete Futterstellen zubaut, kann jedenfalls keine Lösung sein!
Vielleicht kann man mit den folgenden Anregungen und Forderungen den offensichtlich bestehenden Zielkonflikt wenigstens etwas minimieren.
Der Naturschutzbeauftragte für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover (Dr. Reinhard Löhmer) schlägt als Lösung unter anderem vor, daß bei jeder Windenergieanlage die Verteilung der Störche im Raum, die Lage der Brutplätze, und zwar auch die der potentiellen!, zu beachten und nach mögliche Gefährdungen zu prüfen ist. Er fordert, daß der Abstand von Windkraftanlagen und Nest mindestens 500 Meter betragen muß und daß keine Windkraftanlage als mögliche Barriere zwischen Nest und Hauptnahrungsgebiet bebaut werden darf. Er fordert weiter, daß es keine Anlagen im Überschwemmungsbereich von Fließgewässern geben darf, da Störche entlang der größeren und kleineren Gewässer siedeln, die Nester selbst überwiegend in den Orten der Flußauen liegen und die Hauptnahrungsflächen, das Grünland, ebenfalls in den Talauen sich befinden. Für fällig werdende und auch notwendige Ausgleichsmaßnahmen wird vorgeschlagen, alle lebensraumverbessernden Maßnahmen in einem Umkreis von bis zu 2 km vom Nest vorzunehmen, weil man auf diese Art Brutvögel bei der Nahrungssuche hinsichtlich geplanter bzw. bereits vorhandener Windkraftanlagen an ungefährlichere Räume binden könne. Dem Erhalt beziehungsweise der Neuanschaffung von Grünland komme eine tragende Rolle zu, damit muß die Stabilisierung, die Verbesserung der ökologischen Substanz in den Brutzeitlebensräumen oberstes Ziel im Storchenschutz sein, so Dr. Löhmer. Gleichwohl scheint auch er daran zu zweifeln, daß die gegenwärtige Bestandsdichte aufrechterhalten werden kann. Zeichen für die Berechtigung eines solchen Zweifels gibt es ja einige.
Manche schlagen vor, daß als Ausgleichsmaßnahmen intensive Zufütterung oder Einzelartenschutzmaßnahmen wie Zucht erfolgen könnten. Dies ist zumindest beim Storch nicht anzuraten, da es bei ihm als "ökonomisch ausgerichteter Nahrungsopportunist" (Dr. Löhmer) dazu führen würde, daß er sich schnell an Futterstellen gewöhnen würde (kann man bei der Fütterung in Salem beispielsweise im Grundsatz gut beobachten, auch wenn dort versucht wird, die Fütterung so zu organisieren, daß die Störche auch noch überwiegend selbst hinsichtlich Futtersuche aktiv werden müssen), womöglich mit einer ganzjährigen Bindung und völliger Aufgabe des Zugverhaltens.
Im übrigen sollte man die Störche stets als wildes Tier empfinden, vor allem auch das wahrnehmen, was sie neben all ihren anderen Fähigkeiten leisten, nämlich die Indikatorrolle für die wirkliche Qualität unserer Umwelt. Oder kurz: Zuerst stirbt der Storch, dann stirbt der Mensch.
Fehlende Feuchtgebiete: Es fehlen den Störchen für eine Optimierung der Nahrungssuche Feuchtbiotope, Tümpel, Seen, Weiher, abgemähte Wiesen sowie Wiesen mit Artenvielfalt. Vor allem der riesige Nahrungsbedarf bei der Aufzucht der Jungen kann zunehmend nur schwer gedeckt werden. Wir betreiben keinen Flächenschutz mehr, zumindest nicht so, wie er notwendig wäre.
Störung bei Futtersuche: Störche brauchen für ihre Nahrungssuche Sicherheit und für sie überschaubare Blickfelder! Ihr ideales Terrain sind abgemähte Wiesen, Feuchtbiotope, Teiche und Tümpel. Ohne diesen Lebensraum können Störche nicht "gesund" leben, schon gar keinen Bruterfolg haben. Wenn sie zwischen Ende März und Ende April eines Jahres aus ihren Winterquartieren zurückkehren (das Männchen kommt meistens zuerst, das Weibchen kurz danach, oft erreichen beide am gleichen Tag ihre "Domizil"!), müssen diese optimalen Bedingungen vorgegeben sein. Natürlich schauen Störche selbst, ob im angemessenen Umkreis ihres (eventuellen) Horstes entsprechend Nahrungsquellen gegeben sind; andernfalls lassen sie sich kaum an einem für sie nicht geeigneten Ort nieder..Übrigens: sollte das Weibchen "verspätet" kommen (= zu spät für erfolgreichen Brutbeginn), kann es durchaus sein, daß der Storchenmann sich eine andere sucht, mit der ein Bruterfolg eher gewährleistet ist. Störche sind in der Regel also "nesttreu".)
Da die Aufzucht der Jungen eine extrem anstrengend und arbeitsintensive Aufgabe für die Altstörche ist (bei vier Jungen müssen sie mindestens 4 - 5 kg Nahrung pro Tag herbeischaffen, den eigenen Bedarf da noch nicht eingerechnet!), sollte man weiten Abstand zu einem nach Nahrung suchenden Storch halten, um die natürliche Einlösung ihrer Verpflichtung nicht zu erschweren. Zweihundert Meter an Abstand sollte schon die absolute Untergrenze sein. Wer Störche gerne photographiert, sollte unbedingt nur mit einem Teleobjektiv arbeiten (natürlich nur dann, wenn es um "Nähe" auf dem Bild geht).
Versuch der Domestizierung: Ein Storch ist ein Wildtier, als solches ist er auch zu achten und zu behandeln. Nun gibt es unzählige Fälle, in denen verunfallte Störche Hilfe benötigen, da sie ansonsten sterben müssen. Grundsätzlich ist die Haltung eines Storches verboten; Ausnahmen müssen genehmigt werden. Ohne stichhaltige Begründung (wie Notwendigkeit der Pflege, dauerhafte Unfähigkeit des Überlebens in freier Wildbahn, etc.) wird eine solche Genehmigung nicht erteilt. An anderer Stelle habe ich bereits erwähnt, daß ich unlängst eine Frau erlebt habe, die einen Pfleger fragte, was sie denn tun müsse, damit ein Storch an ihrem Gartenteich "heimisch würde". Naiver -- oder auch: dümmer -- geht's nimmer. Kehren wir nach diesem kleinen Ausflug in die Gefilde eines einfachen Gemütes wieder dorthin zurück, wo der Spagat zwischen (Gefährdung durch) Domestizierung und dem eigentlichen Ziel einer baldmöglichen Auswilderung nachvollziehbarer scheint.
Ein Altvogel (im allerschlimmsten Fall: beide Eltern) kann verunfallt sein; einem Elternteil allein ist es nicht möglich, die Jungen dann aufzuziehen, mit (ausreichend) Nahrung zu versorgen, etc. In derartigen Fällen helfen zum Beispiel Storchenhöfe; die Jungen werden dann dort aufgezogen, nach Möglichkeit einer Fremdadoption zugeführt (also ins Nest eines bereits "erziehenden" Paares zu den anderen Jungstörchen gesetzt; die Störche nehmen das "Stiefkind" in der Regel übrigens an) oder , nach entsprechendem Entwicklungsstand ausgewildert. Der Gedanken, daß diese Vorhaben nicht immer glücklich verlaufen, dürfte ja nicht in den Bereich des Unwahrscheinlichen gehören. Im August 2013 wurde von einem ausgewilderten Storch nur mehr das beringte Bein gefunden; wahrscheinlich war er / sie Opfer eines Fuches oder Marders geworden.
Störche werden in Gruppen ausgewildert, so Dr. Christoph Kaatz vom Storchenhof Loburg, damit sie von Anfang an auf ihrer unvorhersehbaren Reise nicht ganz auf sich allein gestellt sind. So wurde auf dem Storchenhof in Loburg einmal ein Storch, der wohl von einem Beutegreifer verletzt worden war, nahe Pirna gefunden und zur Regeneration auf den Storchenhof gebracht worden war, nach Genesung zusammen mit einer Auswilderungsgruppe dann noch angemessen rechtzeitig vor dem Wintereinbruch in die Freiheit entlassen. Nach Dr. Christoph Kaatz ist es auch wichtig, die Störche rechtzeitig wieder auszuwildern (sofern dies unter Berücksichtigung der Gesamtumstände möglich ist), denn "wenn man die innere Uhr der Zugvögel zweimal anhält, reisen sie nicht mehr."
Oder ganz kurz: Der Storch ist kein Haustier, auch wenn er häufig auf Hausdächern wohnt ...
Unrat und Krankheit erzeugende Ursachen (Schnüre, Plastik, Pilze, etc.): Störche unterscheiden bei Materialien nicht immer, ob diese gefährlich werden könnten oder nicht. So nehmen sie durchaus Plastik mit zur Nestausstattung; daß diese Folien dann die Wasserdurchlässigkeit des Horstes mindern oder gar verhindern, führt dann häufig zur Beeinträchtigung der Brut. Bauern lassen auf ihren Feldern häufig Schnüre (Bindegarne) und Netze liegen; nimmt ein Storch diese dann auf, verheddert sich mit einem Fuß darin, kann dies zur Abschnürung mit entsprechenden Konsequenzen für die Gesundheit führen: Die Blutzirkulation wird abgeschnürt, durch die Abschnürung entstehen Ödeme und Verletzungen der Haut, Körperteile sterben ab.
Dieses Jahr wurde in Duisburg beim dortigen Storchennest von einem aufmerksamen Betrachter beobachtet, daß ein Storch keine Nahrung mehr zu sich nahm. Naturschützer untersuchten den Vorfall, stellten fest, daß der Storch einen Angelhaken verschluckt hatte und deshalb keine Nahrung mehr aufnehmen konnte. Die Gefahr wurde durch eine Operation beseitigt und er Storch konnte anschließend Gott sei Dank genesen und wieder Nahrung aufnehmen. Daß auch Kunststoffe auf den Müllhalden, wo die Zugvögel Nahrung suchen (z.B. in Spanien), vom Storch "verwechselt" werden und dann zu qualvollem Tod führen, ist ebenfalls dokumentiert. Auch in der Bodenseegegend starben vor Jahren mehrere Störche auf zunächst rätselhafte Weise; als Ursache stellten sich dann Gummiringe, die beim Setzen von Erdbeerpfllanzen auf den Feldern liegengeblieben sind und von den Störchen für Würmer gehalten wurden. Wie auch nicht selten nach Obduktionen z.B. Plastikteile von Mülldeponien in den Mägen gefunden werden ...
Probleme für Jungstörche bereiten auch Schimmelpilzsporen (evtl. am Nest), die dann Lungenentzündung auslösen; diese Bedrohung wird gegenwärtig noch wissenschaftlich untersucht, um Klarheit zu gewinnen. Den Altstörchen scheinen dieses Pilzsporen jedoch nichts auszumachen..
Stacheldraht: Bei niedriger Flughöhe, gar nicht so selten bei Störchen, vor allem wenn sie nur schnell den Futterplatz wechseln wollen und einen anderen nahegelegenen (z.B. jenseits der Straße) anfliegen, kann es schon mal vorkommen, daß der Storch in einen Stacheldraht fliegt (sie sind ja nicht markiert, schon gar nicht auffällig, so daß die Vögel sie rechtzeitig bemerken können), sich dort verfängt und sich so dann unter Umständen schwer verletzt oder den Unfall nicht überlebt. Natürlich bestehen derartige Gefahren für den Storch auch bei anderen Zaundrähten. Vielleicht würden am Draht angebrachte Markierungsfetzen helfen, damit der fliegende Storch den Draht nicht "übersehen" kann.
Rivalitätskämpfe: Störche können gegenüber Artgenossen auch grausam sein, sich "kriegerisch" verhalten. Da geht es um Neststreitigkeiten (Nestbegehren gegen Nestverteidigung), da gibt es Rivalitätskämpfe (beispielsweise ein zu spät gekommenes Weibchen will die Rivalin vertreiben), da wird auch schon mal das Eiergelege eines Storchenpaares von anderen Störchen zerstört, auch das Töten von Jungstörchen durch fremde Störche ist in der Literatur festgehalten. Kurz: Heftige, nicht selten auch tödlich endende Revierkämpfe zwischen Alteingesessenen und "Besatzungsstörchen" gehören zum natürlichen Verhaltensrepertoire bei Weißstörchen. Besonders dürfte dieser Umstand dann zur Wirkung kommen, wenn das Nahrungsangebot in der Umgebung nicht ausreichend ist. Insofern sollte man sich stets erst vergewissern, was gibt die nähere Umgebung (nochmals: Radius bis maximal so ca. 7 km) an Nahrungsangebote her, ehe man versucht, weitere Nisthilfen anzulegen, nur weil man eben gerne mehrere Störche am Ort haben möchte. Vor fragwürdigen, von zu wenig Sacherörterung getragenen, Wiederansiedlungsexperimenten sei hier ausdrücklich gewarnt.
Nahrungsmittelverknappung als ein Faktor für Rivalitätskmpfe wird auch einsichtiger, wenn man weiß, daß ein Storchenpaar, sollte es "merken", daß es von -- sagen wir einmal -- vier Jungen nur drei mit ausreichend Nahrung versorgen kann, es durchaus das schwächste Störchlein aus dem Nest wirft und somit tötet. Dahinter steht der natürliche Auslesemechanismus, wonach es -- im vorliegenden Beispiel -- besser ist, drei gesunde und lebensfähige Störchlein aufzuziehen als vier relativ ungesunde und anfällige. Also lediglich eine (wenn auch grausam anmutende) Art von Geburtenregelung, freilich eine, die uns bei weniger tiefgehender Betrachtungsweise oder religiös-ethischer Perspektive als brutal anmuten mag.
Festzuhalten bleibt jedoch auch, daß Störche auch durchaus in guter Nachbarschaft leben können (viele "Storchendörfer", viele Standorte wie beispielsweise der Kran in Kirchheim / Schwaben -- siehe die Bilder unten --, beweisen das); dies trifft vor allem dann zu, wenn Jungstörche bereits in Brutkolonien aufgewachsen und somit mit "Storchenwohndichte" vertraut sind.
Rapsfelder: Ich habe auf die mir diesbezüglich mitgeteilte Problematik an anderer Stelle bereits verwiesen. Störche können sich in Rapsfeldern (beim "irrtümlichen" Landen dort) derart in dem Gestrüpp verheddern, daß sie aus einem Rapsfeld nicht mehr herausstolzieren können; an einen Start zum Wegfliegen ist ohnehin nicht zu denken. Ich selbst habe bislang bei meinen Recherchen in dieser Hinsicht noch kein aussagekräftigers Material gefunden.
Ein anderer Aspekt ist jedoch dokumentiert, und zwar einer, der nach der Rapsernte wirksam werden könnte: Getreide wird bekanntlich kurz und stumpf abgemäht, beim Raps dagegen bleiben circa 30 Zentimeter spitze Stoppeln stehen, die zu einer regelrechten Greifvogelfalle werden können. Mäuse, die ihren kurzen Weg (ihre Mäusebauten sind meistens in den schmalen Grünstreifen am Rande der Rapsfelder) ins Rapsfeld zum Fressen der übrig gebliebenen Rapssamen wählen, werden von den Greifvögeln gut gesehen, nicht aber die spitzen Stoppeln. Was nun mit dem Mäusebussard oder anderen Greifvögel da passieren kann, wenn sie sich steil und blitzschnell auf ihr Opfer stürzen, läßt sich unschwer ausmalen... Sollte der Vogel seinen Angriff überleben und "nur" verletzt wieder aus dem Rapsfeld davonkommen, erliegen sie später den Verletzungen oder den wegen der Folgen aus diesen Verletzungen (keine ausreichende Kraft mehr, Blutverlust, verletzte Flügel, etc.).
Was also Bienen und anderen Insekten sowie den Vögeln, die gerne Körner fressen, im wahrsten Sinn des Wortes eine Augenweide ist, entpuppt sich für andere als Falle.
Feinde wie Fuchs: Eigentlich stehen Störche an der Spitze einer Nahrungspyramide. An obige Ausführungen anschließend und ergänzend, aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit, sei auf ihren "Speiseplan" hingewiesen: Amphibien wie Molche und Frösche (wir kennen ja alle das Kinderlied "Auf unserer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe" ...), Reptilien wie Eidechsen und kleinere Schlangen, Nage- und Säugetiere wie Mäuse, Regenwürmer, Insekten und auch Fische.
Unter normalen Umständen haben sie in ihrer Brutheimat keine direkten Feinde. Auch wählen sie ihre Horste in Lagen, die weitestgehende Sicherheit gewährleisten. Gleichwohl müssen sie ihre Jungen vor Raubvögel schützen, deshalb auch jeweils die abwechselnde Anwesenheit eines Altstorches im Nest bei Futtersuche. Auch die Eier können gefährdet sein, werden sie nicht hinreichend geschützt. Allerdings können vor allem geschwächte Störche (also dann meist Jungstörche, die zudem noch "unerfahren" ...) Opfer von Raubwild wie Fuchs und Marder werden. Dies ist besonders auch bei einer vorgesehenen Auswilderung (von in Pflege genommenen Störchen) zu beachten. Mittlerweile sind auch Waschbären eine Gefährdung für Storchennester ...
Menschliche Dummheit, Ignoranz, Halbwissen, Narzißmus, sinnlose Streiterei und Besserwisserei: Wer sich mit dem Storchengeschehen in den Medien, vor Ort, in diversen Foren etc. eingehend beschäftigt, der muß leider feststellen, daß es vielen Leuten faktisch weniger oder gar nicht um das Wohlergehen der Störche zu gehen scheint, sondern vielmehr um die Befriedigung eigener, nicht selten: extrem primitiver Bedürfnisse. Auch hier finden wir also "Wortkriege", Diffamierung Andersdenkender, Pseudowissenschaftlichkeit, Halbwissen, verschiedene Formen der Befriedigung von Geltungsbedürfnis, Wichtigtuerei, Anmaßung von Expertentum, Verantwortungslosigkeit gegenüber der Natur und dem Leben, dies dann alles häufig noch unter dem hehren Deckmäntelchen des Gutmenschentums oder ähnlicher (letztlich Verlogenheit signalisierenden) Charakterstrukturen verborgen.
Nicht selten spielen da gerade jene eine unrühmliche Rolle, die den Ausschließlichkeitscharakter des Storches als "wildes Tier" (das er sicherlich auch ist und bleiben sollte!), also als Bestandteil der Natur, die allein und ausschließlich über Auslese zu entscheiden hat, sehen und sich dabei häufig in seltsamen Widersprüchlichkeiten verheddern ... (Dies nicht zuletzt deshalb, weil jene übersehen oder gar bewußt leugnen, daß gerade durch menschliche Einwirkungen in Landschaft und Natur Bedingungen geschaffen wurden, die den Gedanken nach natürlicher Auslese ad absurdum führen! Es gibt eben sehr wohl zahlreiche Szenarien, in denen auch "Wildtiere" grundsätzlich der Hilfe und Unterstützung bedürfen. Mit "Gesundbeterei" und ähnlichen merkwürdigen Seinseigenschaften, letztlich mit: Wunschdenken, kommt man da eben nicht weiter und gerät sehr schnell auf die Pharisäerebenen ...)
Und wenn man dann von einem Stadtverordneten (wohl stellvertretend für so manche andere Geistesakrobaten) -- wie tatsächlich geschehen -- zu hören bekommt, der "Storch stehe der Urbanisierung im Wege", weiß man spätestens mit wes Geistes Kinder man zu tun hat bzw. zu tun bekommen kann!
Diese hier angesprochenen Aspekte führe ich unter "Weshalb die Streitereien im Umgang mit 'Storch' (siehe Link am linken Bildrand!) dann noch etwas weiter aus.
Witterungseinflüsse und Nahrungsmangel: Ist es zu naß und zu kalt, so zeitigt dies auch sehr oft tödliche Folgen für den Storch. Die Küken, die ab einer gewissen Größe auch von den Altvögeln nicht mehr behudert (vollständig mit den Flügeln bedeckt und beschützt) werden können, haben noch nicht die Gefiederentwicklung, die vor Kälte und Nässe schützt. Sie erfrieren oder erliegen den durch diese negativen Umstände verursachten Krankheiten. Unterkühlung der Jungstörche führt zudem dazu, daß die Bettelbewegungen nachlassen und demzufolge sich die Eltern nicht mehr um jenen Nachwuchs kümmern, z.B. dann auch aus dem Nest werfen. Die Folgen von Nahrungsmangel dürften ebenfalls offenkundig sein: Finden die Altvögel nicht genügend Nahrung bzw. ist die Witterung so, daß sie "ungern" auf Nahrungssuche gehen, verhungern die Jungstörche ebenfalls. In Gegenden, in denen beispielsweise Grasfrösche und anderes größeres Getier rar sind, die Störche also auf Würmer etc. angewiesen wären, führt bei trockenen Sommern es dann oft dazu, daß Würmer zu tief im Erdreich verbleiben und somit für die Störche unerreichbar sind. Ein weiterer Ausfall einer Nahrungsquelle... Die Ausbeutung und Kommerzialisierung der Landschaft durch Maisfelder und Rapsfelder trägt ebenfalls erheblich zum raschen Verschwinden von Biotopen bei, wie sie der Storch bräuchte.
Teil eines (immer nach den Grundlagen des Falsifikationsprinzips: vorläufigen!) Fazits: Wenn man betrachtet, was Störche gefährdet (eben die Überschrift dieses Abschnitts oben), kann man im Umkehrschluß zumindest in großen Teilen ableiten, was ihnen hilft, ihr Storchenleben naturgemäß und "erfolgreich" zu gestalten (deshalb oben auch das "nicht" in Paranthese ...).
Nachweislich sterben viele der Jungvögel bereits in den ersten Lebensjahren bei den ersten Flugversuchen im Brutgebiet (siehe erneut vorstehend), dann vor allem auch durch Gefährdungen auf den Zugrouten und in den Überwinterungsgebieten. Immerhin werden weniger als 25% der Jungstörche mehr als ein Jahr alt ...
Die Hauptgefahren auf dem Flug nach Süden: Kollisionen und Stromschlag an Freileitungen, vor allem in Südeuropa (trotz der EU-Vogelschutzrichtlinien!) blindwütige, jagdgeile Jäger (denen es "Spaß" macht, auf Vögel zu schießen), Verletzungen und Vergiftungen auch bei der Nahrungssuche (vor allem auch Mülldeponien!), Zerstörung der ehemals ergiebigen Rast- und Nahrungsplätze durch eine vorgenommene landwirtschaftliche Intensivierung (so daß die ziehenden Tiere keine ausreichende Nahrung finden, in der Folge zu geschwächt für den Weiterflug sind und verhungern).
Störche sind auf den Schutz aller Feuchtgebiete und Rastplätze entlang der Zugstrecken angewiesen. Gelingt es nicht, die betreffenden Länder und ihre Bewohner davon zu überzeugen, daß dieser Erhalt zum Überleben der Störche unverzichtbar ist, zeichnet sich ein düsteres Zukunftsbild ab. Aber auch in den Brutgebieten müssen Überschwemmungsflächen und entsprechende Feuchtbiotope bewahrt beziehungsweise wieder neu geschaffen werden. (Die Überschwemmungskatastophen im Jahr 2013 könnten da ex negativo durchaus Anregungen für schnelles Handeln geben ...) Nur wenn beide Bereiche, Brutgebiete und Zugrouten mit Überwinterungsgebieten sinnvoll zusammengeführt und aufeinander abgestimmt werden können, wird der Weißstorch auch langfristig eine Zukunft haben können. Sprich: Gefährdungen müssen reduziert oder, besser noch, annähernd gänzlich beseitigt werden!
Auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nimmt gegenwärtig (noch?!) von allzu viel Euphorie, was die Zukunft der Weißstörche angeht, vorsichtig Abstand: trotz "kleiner Lichtblicke" spricht man davon, "daß die Zahl der Störche eher rückläufig ist". In diesem Zusammenhang werden u.a. Nahrungsmangel, Todesfälle an Mittelspannungsmasten und die Jagd auf Störche (vor allem in einigen Regionen Afrikas) genannt. Nistplätze gäbe es hier genug, denn "Meister Adebar ist in Deutschland sehr beliebt", aber all diese Nistplätze nützten wenig, wenn "der Storch und seine Jungen keine Nahrung finden." Man müsse vor allem "auf die Erhaltung einer vielfältigen Landschaft ausgerichtet sein".
Kurz: Wo keine Nahrung, da auch kein Storch! Vielleicht ist die Aussage von Prof. Dr. Ernst Schüz, dem früheren Leiter der Vogelwarte Radolfzell, das Zutreffendste, das man einem Fazit über das Storchengeschehen immer wieder beifügen kann: "Störche sind Zeugen einer einigermaßen heilen Umwelt -- ihr Schwinden oder gar ihr Ausbleiben ist ein Alarmzeichen!"
Und niemals vergessen: Bei Naturbeobachtungen sollte man zuerst auf die Belange der Umwelt achten und nicht auf den eigenen Egoismus!
... wird stets nach jeweiligem momentanen Kenntnisstand sowie vorhandener Zeit und Lust überarbeitet beziehungsweise erweitert ...
Störche auf dem Kran in Kirchheim (Schwaben), Aufnahme April 2013 (da war noch auf Bruterfolg zu hoffen und alles guter Dinge ...)
Dieser Kran wurde im Herbst 2016 aus Sicherheitsgründen abgebaut und durch einen Storchenturm mit 9 Horsten etwas weiter nördlich ersetzt.
Gefahr für Störche durch Silage als Folge von Nesteintrag. In der Gras-Silage finden sich im Gegensatz zum Heu Pilze, die vor allem bei Jungstörchen zu Pilzinfektionen der Lunge (Aspergillose) führen; besonders Storchenküken im Alter von 3 - 4 Wochen sind dann besonders anfällig, wenn sie naß werden. Diese gefährlichen Pilzsporen sind auch in der Luft. Todesfolge ist dann sehr häufig. Bislang weiß man nicht, was man dagegen tun könnte. Ferner können beim Silieren gifige Dämpfe entstehen, welche auch bei Störchen zum Tod führen können. Probleme scheinen hier mit Hochleistungsgras (es heißt tatsächlich zu, beschreibt letztlich einweißhaltiges und fructanreiches Grünfutter, das widerstandsfähig ist und sehr schnell wächst; Gräser und Untergräser wie früher findet man auf diesen Flächen kaum noch, also Grasproduktion als Ausdruck der intensivierten Landwirtschaft) ebenfalls zu bestehen ...
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